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Internationaler Tag des Wassers

22.03.06

Die Zukunft der Wasserwirtschaft

Lünen Die Vereinten Nationen haben den heutigen Tag zum „Tag des Wassers“ ernannt. Für REMONDIS der Anlass, Zukunftsmodelle für die deutsche Wasserwirtschaft aufzuzeigen.

 

Die deutsche Wasserwirtschaft ist in Europa für zwei Dinge berühmt: für seine gute Qualität – und für seine hohen Kosten. Ziel für die Zukunft muss es sein, die Kosten zu senken, ohne dass die Qualität leidet. Um dies zu erreichen, muss der Markt der Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung geöffnet werden. Die Kernforderung lautet: mehr Wettbewerb für mehr Wirtschaftlichkeit.

 

Andreas Bankamp, Geschäftsführer REMONDIS Aqua: „Die derzeitige, überwiegend staatliche Struktur der Wasserwirtschaft schränkt die internationale Expansions-Strategie der im Lande ansässigen Unternehmen stark ein – in letzter Konsequenz zieht dies Standortverlagerungen und Arbeitsplatzabbau nach sich. Vom Status Quo in anderen europäischen Ländern sind wir heute insbesondere in Nordrhein-Westfalen weit entfernt. Private Dienstleistungsunternehmen benötigen umfangreiche Praxismodelle in ihren Heimatländern, wenn sie im internationalen Wettbewerb Schritt halten wollen. Hier ist die Bundes-, Landes und Kommunalpolitik gefordert: Die Öffnung der Märkte ist zwingend notwendig, um Wettbewerbsnachteile auszugleichen.“

 

 

 

Wasserwirtschaft in Deutschland

Der Qualitätsstandard der Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung in Deutschland zählt zu den besten weltweit. Doch auch die Kosten dafür liegen im internationalen Vergleich auf Spitzenniveau. Eine der wesentlichen Ursachen ist die historisch gewachsene Wasserwirtschaftsstruktur in Deutschland. Bundesweit gibt es knapp 15.000 Wasserversorungs- und Abwasserentsorgungsunternehmen – das Resultat der gesetzlich fixierten kommunalen Zuständigkeit (Daseinsvorsorge). Die Betriebe sind in ihrer Struktur so klein, dass wirtschaftliches Arbeiten kaum möglich ist.

 

 

 

Wasserwirtschaft in Nordrhein-Westfalen

Im Gegensatz zu anderen Bundesländern, in denen sich Gemeinden und Städte in der Regel zu freiwilligen Verbänden zusammengeschlossen haben, ist die Verbandsstruktur in Nordrhein-Westfalen per Landesgesetz geregelt. Das Landesgesetz schreibt eine Zwangsmitgliedschaft von Abwasser produzierenden Städten, Gemeinden und größeren Unternehmen in den Verbänden vor. Dies gilt im Wesentlichen für die industriellen Ballungsräumen an Ruhr und Rhein, während im Münsterland und im Ostwestfälischen die Städte und Gemeinden ganzheitlich für die Abwasserentsorgung verantwortlich sind. Die Verbandsstrukturen sind historischen Ursprungs: Die verpflichtenden Mitgliedschaften wurden vor mehr als 100 Jahren angeordnet, als industrialisierungsbedingt die Verschmutzung der Wasserressourcen (Quellen und Brunnen) sowie die ungeregelte Abwasserbeseitigung ein Gesundheitsrisiko für die drastisch wachsende Bevölkerung darstellte.

 

Die Wasserwirtschaft in Nordrhein-Westfalen ist von einem hohen Investitionsbedarf geprägt. Nach einer Studie des Instituts für Unterirdische Infrastruktur, die 2004 vom Landesumweltamt in Auftrag gegeben wurde, sind 12.000 Kilometer Kanalnetz in NRW marode und über weite Strecken kaum noch funktionstüchtig. Undichte Stellen im Netz gefährden das Grundwasser. Die Sanierungskosten im Kanalbereich belaufen sich laut Studie auf rund acht Milliarden Euro. Ohne private Partner, die in der Lage sind, finanziell flexibel zu agieren und die notwendigen investiven Mittel effizient einzusetzen wissen, können die Kommunen diesen Kraftakt kaum bewältigen. Zu begrüßen ist deshalb die gestrige Ankündigung der Landesregierung, die private Abwasserentsorgung in NRW künftig zuzulassen. Zu diesem Zweck ist eine Änderung des Landeswassergesetzes geplant. Roland Ruscheweyh, Mitglied der Geschäftsführung der REMONDIS Aqua, begrüßt diesen Vorstoß: „Wir hoffen, dass dieser positive Ansatz nicht durch andere, marktreglementierende Faktoren per Gesetz ausgebremst wird, wie zum Beispiel der in der vergangenen Legislaturperiode angedachten Verbändeprivilegierung.“

 

Im Gegensatz zur Abwasserentsorgung ist die Trinkwasserversorgung in NRW - wie in anderen Bundesländern auch - nicht über Gebühren und Satzung geregelt. Die Trinkwasserversorgung erfolgt heute im Wesentlichen durch kommunale Stadtwerke oder kommunale Wasserversorgungsgesellschaften.

Andreas Bankamp: „Im Trinkwasserbereich wird sich der noch fehlende, notwendige Wettbewerb bald einstellen, da Trinkwasser-Konzessionen nicht mehr ohne öffentliche Bekanntmachung oder Ausschreibung vergeben werden dürfen. Deutschland und insbesondere Nordrhein-Westfalen werden sich auch in diesem Bereich den geltenden Gesetzen und Verordnungen der Europäischen Union in punkto Wettbewerb und Transparenz nicht länger verschließen können.“

 

 

 

Zukunftsmodelle

Im deutschen Wassermarkt kommt der notwendige Modernisierungsprozess langsam in Gang: Einige zukunftsorientierte Kommunen, Verbände und kommunale Unternehmen arbeiten in der Abwasserentsorgung und Trinkwasserversorgung mit privaten Dienstleistungsunternehmen zusammen. Hierbei werden zum Beispiel einzelne Geschäftsbereiche privatisiert oder die Zusammenarbeit erfolgt als Public Private Partnership. Diese Formen der Kooperation haben sich über Jahre bewährt. Stärken werden gebündelt: Das wirtschaftliche Denken und das Know-how der privaten Unternehmen stellen eine ideale Ergänzung der technischen Erfahrungen und der Referenzen der öffentlichen Betriebe dar. Die privaten Unternehmen garantieren eine Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung auf höchstem technischen Niveau. Ein freier Wettbewerb wird weitere Innovationen fördern.

Private Anbieter können über Gebietskörperschaftsgrenzen hinaus agieren und durch Expansion (auch im Ausland) Synergieeffekte erzielen, zum Beispiel bei der Wartung der Anlagen oder im Verwaltungsbereich. Wie in anderen Märkten auch, profitiert der Verbraucher von einer Marktöffnung in der Wasserwirtschaft in mehrfacher Hinsicht: ein hoher Qualitätsstandard wird gesichert und ausgebaut, das Serviceangebot wird erweitert, und die Effizienzsteigerung wird als Kostenvorteil an die Bürger weitergegeben.

 

 

 

Zwei Beispiele aus der Praxis

Die Region Lausitz im Osten Deutschlands ist – wie das Ruhrgebiet - durch stark sinkende Bevölkerungszahlen und einen noch nicht abgeschlossenen Strukturwandel geprägt. Der Wasserverband Lausitz, dem 25 Städte und Gemeinden angehören, will unnötigen Gebührenerhöhungen vorbeugen und hat sich für die Privatisierung der technischen und kaufmännischen Betriebsführung entschieden. Anfang 2006 hat REMONDIS Aqua die komplette Verantwortung übernommen, die bisher der Wasserverband trug – von der Wartung und Instandhaltung der technischen Anlagen über den Einkauf bis hin zu Qualitätsanalysen und zur Personalführung. Eigentümer aller Ver- und Entsorgungsanlagen ist nach wie vor der Wasserverband, der auch alleiniger Entscheidungsträger bei Investitionen und in Gebührenfragen bleibt. REMONDIS Aqua wird die Kosten für die Betriebsführung reduzieren, indem die neue Betriebsführungsgesellschaft weit über die Verbandsgrenzen hinaus aktiv wird. Wirtschaftlichkeit durch Wachstum, lautet das Erfolgsrezept.

 

In Gemünden am Main (Bayern) trägt die Zusammenarbeit mit REMONDIS Aqua bereits erste Früchte: Die Abwassergebühren konnten um 21 Prozent gesenkt werden. Vor einem Jahr hatte die Stadt den Vertrag über die Betriebsführung der Abwasseranlagen und das Investitionsmanagement für den Bau einer neuen zentralen Kläranlage unterzeichnet. Die neue Kläranlage für die Stadt Gemünden mit insgesamt 13 Ortsteilen und über 12.000 Einwohnern erfolgt in zwei Ausbaustufen. Die Inbetriebnahme soll noch in diesem Jahr erfolgen. Nach Fertigstellung der zentralen Kläranlage werden die heute bestehenden Kläranlagen sukzessive außer Betrieb genommen. Zur aktuellen Gebührensenkung wird Bürgermeister Thomas Schiebel wie folgt in der örtlichen Presse zitiert: „Es wurde gut gewirtschaftet“.




REMONDIS ist eines der größten privaten Dienstleistungsunternehmen der Wasser- und Kreislaufwirtschaft. REMONDIS Aqua führt als 100-prozentiges Tochterunternehmen von REMONDIS seit mehr als 25 Jahren die Wassergeschäfte der Unternehmensgruppe und hat sich als kompetenter Partner von Kommunen, Industrie und Gewerbe bewiesen. Im privaten Wassermarkt zählt REMONDIS Aqua mit 150 Millionen Euro Umsatz und mehr als 600 Mitarbeitern zu den größten Wasser-Dienstleistern in Deutschland.

 

 

BILDMATERIAL im Internet unter files2web.rhenus.bense.com/public/index.php

Benutzername: Wasser, Passwort: Wasser

 

BU 1: Andreas Bankamp, Geschäftsführer REMONDIS Aqua

BU 2: Trinkwasser

BU 3: Abwasserreinigung

BU 4: Roland Ruscheweyh, Geschäftsführung REMONDIS Aqua

 

REMONDIS AG & Co. KG
Dipl.-Kauffrau Daniela Enslein
Leitung Marketing & Unternehmenskommunikation
Brunnenstrasse 138, 44536 Lünen
Telefon: +49(0)2306/106-525
Mobil: +49(0)170/4501069
Telefax: +49(0)2306/106-533
Internet: www.remondis.de
E-Mail: daniela.enslein@remondis.de

 

 

 



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