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Bodensanierung

Brache zu Wohnraum

7.600 Tonnen kontaminierte Böden müssen fachgerecht und umweltfreundlich entsorgt werden.

REMONDIS ProTerra saniert Gelände einer ehemaligen Lackfabrik in Gronau

 

Auf der Brachfläche der ehemaligen Lackfabrik Brocolor im westfälischen Gronau wurden in der Vergangenheit durch unsachgemäßen Umgang mit Produktions- und Lösemitteln Boden und Grundwasser hochgradig kontaminiert. Weil sich das Gelände in bester innerstädtischer Lage befindet und zur Vermarktung für eine zukünftige Wohnbebauung freigegeben werden soll, machten sich die Bodensanierer von ProTerra daran, die verschmutzte Industriebrache in einen gesunden Lebensraum zu verwandeln.

 

Die Produktion von Lacken und Farben in der unter dem Namen Brocolor bekannten Lackfabrik war bis 1984 in der zentral gelegenen Müllerstraße angesiedelt. Nach der Verlegung des Firmenstandortes in ein Gewerbegebiet wurden die ehemaligen Produktionsgebäude zurückgebaut. Im Rahmen der Abbrucharbeiten stellte man eine Kontaminierung von Boden und Grundwasser mit leichtflüchtigen Schadstoffen wie BTEX, durch Lösemittel und andere Sub-stanzen fest.

Nach der Durchführung umfangreicher Boden- und Grundwasseruntersuchungen wurde 1998 durch den Firmeninhaber eine

Schutz und Sicherheit der Anwohner stehen bei allen Arbeiten im Vordergrund.

Grundwasserreinigungsanlage in Betrieb genommen. Der Kreis Borken übernahm nach der Insolvenz der Firma 2002 die Finanzierung. Im weiteren Verlauf wurde der Altlastensanierungs- und Altlastenaufbereitungsverband NRW (AAV) in das Projekt eingebunden. Mit finanzieller und technischer Unterstützung des AAV wird das Terrain seit Mai 2009 saniert. Die REMONDIS ProTerra GmbH agiert dabei als Generalunternehmer. Im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung konnte sich die REMONDIS-Tochter gegenüber 10 Wettbewerbern aufgrund der umfassenden Erfahrungen bei vergleichbaren Sanierungsprojekten durchsetzen.

Die Sanierung wird nach Absenkung des Grundwassers in zwei sogenannten Sanierungsbereichen durchgeführt. In Teilbereichen werden bis in eine Tiefe von 7 Metern Spundwandbohlen gerammt, um den kontaminierten Boden auszuheben. Die Hauptaufgabe bei dem Projekt liegt in der Entsorgung von rund 7.600 Tonnen kontaminierten Böden. Aufgrund der innerstädtischen Lage wird besonderes Augenmerk auf den Schutz und die Sicherheit der Anwohner sowie der Schüler der nahegelegenen Grundschule gerichtet. Belästigungen durch Lärm, Staub und Geruch werden mit allen technischen Möglichkeiten weitestgehend reduziert. Eine logistische Meisterleistung stellen der Abtransport des kontaminierten Materials sowie die Anlieferung von sauberem Verfüllsand angesichts der sehr beengten Verhältnisse auf der und um die Baustelle dar. Am Ende der Arbeiten werden etwa 600 Sattelfahrzeuge das „Baumtor“ genannte Nadelöhr der Baustellenzufahrt passiert haben. Nach der Verfüllung der Baugruben mit Sand kann die Fläche an die Stadt Gronau übergeben werden. Einer späteren Wohnbebauung auf sauberem Grund und Boden steht dann nichts mehr im Weg.

Die REMONDIS ProTerra GmbH ist auf Altlastensanierung und Entsorgung von mineralischen Schüttgütern spezialisiert. Als Generalunternehmer führt das Unternehmen sämtliche Teilleistungen von der Kalkulation über die Ausführung der Bauleistung inklusive Entsorgung durch. Dabei werden jährlich ca. 600.000 Tonnen Material entsorgt.

 

 

 

Hintergrundinformation zum AAV

Der Altlastensanierungs- und Altlastenaufbereitungsverband NRW (AAV) saniert Altlastenflächen, wenn dies nicht über den Verantwortlichen erfolgen kann. Hinter dem AAV steht ein freiwilliges Kooperationsmodell zwischen öffentlicher Hand und privater Wirtschaft, darunter auch REMONDIS. Zurzeit wendet der Verband circa zehn Millionen Euro pro Jahr für Sanierungsmaßnahmen auf. Mögliche Rückflüsse aus Verkäufen sanierter Grundstücke werden in neue Projekte investiert.

 

 

Aus dem alten Industriestandort wird dank REMONDIS ProTerra ein erstklassiges Wohnbaugebiet.




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