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Kreislaufwirtschaft

Sichere Energieversorgung auf gutem Grund und Boden

Für den Neubau des Steinkohlekraftwerks in Lünen entsorgte REMONDIS ProTerra mehr als 185.000 t Auffüllungsmaterial


Direkt vor den Toren des Lippewerks in Lünen baut die TRIANEL Power-Kohlekraftwerk Lünen GmbH & Co. KG ein 750-Megawatt-Steinkohlekraftwerk. Im Zuge des Kraftwerksbaus musste auf dem Grundstück im sogenannten Stummhafen eine Geländeregulierung und Baugrundverbesserung durchgeführt werden. Dazu war der Abtrag größerer Bodenmassen notwendig. Ein Job für den Nachbarn von gegenüber, REMONDIS ProTerra.

  

Einschließlich des Hafens und der Gleisanschlüsse umfasst die Gesamtfläche des Baufeldes etwa 240.000 m². Das Gelände war bis zu 11 Meter hoch mit Bauschutt und Waschbergen aufgefüllt, die bei der Steinkohlegewinnung durch Abtrennung von der verwertbaren Kohle entstanden waren. Die Fläche war nach der Auffüllung in der Vergangenheit als Lager für verschiedene Industrieunternehmen aus dem angrenzenden Hafengebiet genutzt worden. Als der Startschuss für den Bau des neuen Steinkohlekraftwerks fiel, musste das Material abgetragen und der Boden für die Bebauung vorbereitet werden.
 

Jens Fuhr, ProTerra

REMONDIS ProTerra GmbH hat aus der Geländeregulierung über 115.000 t Auffüllungsmaterial unterschiedlicher Belastungsgrade verwertet. Aufgrund der Beschaffenheit des Baugrunds musste das Kraftwerk auf über 1.200 Bohrpfählen errichtet werden, die bis zu 25 Meter in den Boden gebohrt wurden. Die dabei anfallenden über 70.000 t Bohrgut, die meist in pastöser und teilweise wässriger Konsistenz anfielen, wurden ebenfalls durch REMONDIS Pro­Terra GmbH einer ordnungsgemäßen Verwertung zugeführt. Auftraggeber für diese Dienstleistung war die SIEMENS AG als Generalunternehmer für den Kraftwerksbau.

185.000 Tonnen Material wollen sicher abtransportiert werden. Der logistische Aufwand hierfür ist beeindruckend. Für die Verladung und den Transport setzte die ProTerra Kippsattel-LKW ein, die das Material in rund 7.000 Touren abfuhren. In einer Reihe aufgestellt, ergäben alle diese LKW eine 126 km lange Kette. Sämtliche Arbeiten wurden während des bereits laufenden Baubetriebs der Kraftwerksbaustelle erbracht.

Die REMONDIS ProTerra GmbH ist auf die Altlastensanierung und die Entsorgung von mineralischen Schüttgütern spezialisiert. Als Generalunternehmer führt ProTerra sämtliche Teilleistungen von der Konzeption über die Bauleistung, die Entsorgung inkl. Transport bis zur Dokumentation eigenverantwortlich durch und bewegt jährlich ca. 600.000 Tonnen Material.

 

 

 

Hintergrund

Der Bau des Trianel-Kohlekraftwerks am Stummhafen ist neben dem Lippewerk die größte Investition in der Lüner Geschichte. Rund 1,4 Milliarden Euro wird die Konstruktion des 750-Megawatt-Kraftwerks kosten, ehe es 2012 ans Netz geht. Der Bau moderner Kohlekraftwerke mit hoher Energieeffizienz wie in Lünen macht die Abschaltung älterer Kraftwerke erst möglich und vermindert so die CO2-Emissionen. Bauherren und Eigentümer des Kraftwerks sind Stadtwerke und regionale Energieversorger, die gemeinsam Strom erzeugen wollen. Noch heute sind 80 Prozent der Stromerzeugung in Deutschland in der Hand der großen vier Energiekonzerne. Das Lüner Trianel-Kraftwerk leistet hier einen wichtigen Beitrag zu mehr Wettbewerb und damit günstigeren Preisen für die Verbraucher.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„ProTerra konnte mit diesem Auftrag in unmittelbarer Nachbarschaft zum Firmensitz seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen und damit obendrein indirekt einen Beitrag zur sicheren Energieversorgung der Zukunft leisten.“

 

 

REMONDIS ProTerra GmbH hat aus der Geländeregulierung über 115.000 t Auffüllungsmaterial verwertet.




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