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Standortportrait

„Klar Schiff“ im Norden

REMONDIS in Melsdorf: Die jahrzehntelange gute Dienstleistungsqualität und personelle Kontinuität sind Garanten für den kommunalen Erfolg.

Das Herz der norddeutschen Wasser- und Kreislaufwirtschaft schlägt in Melsdorf bei Kiel

 

REMONDIS Region Nord sorgt für Sauberkeit, Umweltschutz und geschlossene Stoffkreisläufe in allen fünf nördlichen Bundesländern. Vor den Toren Kiels im beschaulichen Melsdorf liegt die zentrale Niederlassung, von der aus alle REMONDIS-Aktivitäten in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Bremen und Hamburg koordiniert werden. Insgesamt rund 2.500 Mitarbeiter sorgen an 365 Tagen im Jahr dafür, dass der Norden sauber bleibt. Einmal im Jahr wird traditionell das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Leinen los zur Kieler Woche!
 

Mehr als drei Millionen Besucher aus aller Welt strömten auch dieses Jahr wieder zur Kieler Woche in die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt. Im 127. Jahr ihres Bestehens genossen die Gäste ein umfangreiches Rahmenprogramm mit 300 Open-Air-Konzerten auf 19 Bühnen, mehr als 250 Auftritten von Kleinkünstlern und über 100 Sportveranstaltungen. Rund 1.400 Boote waren für die Segelwettbewerbe in der Kieler Förde angemeldet. Den krönenden Abschluss bildete wie jedes Jahr die große Windjammerparade mit 110 Groß- und Traditionsseglern. Klar, dass bei einem solchen Ereignis eine Menge Abfall anfällt. Da ist es eigentlich nicht weiter verwunderlich, dass REMONDIS Melsdorf mit der Entsorgung der Abfälle der Kieler Woche beauftragt ist.

Die Regionalverwaltung Melsdorf bei Kiel betreut alle fünf norddeutschen Bundesländer.

 
Die Nordlichter von REMONDIS haben Erfahrung mit solchen Großveranstaltungen, denn sie sind seit vielen Jahren im Geschäft. Die Niederlassung in Melsdorf ist aus dem ehemaligen Entsorgungsbetrieb Ties Neelsen hervorgegangen, der im Jahr 1991 zunächst von der damaligen RWE Umwelt übernommen und ein Jahr später mit der Umweltsparte der Klöckner GmbH & Co. KG fusioniert wurde. Über viele Jahrzehnte kümmerte sich das Unternehmen vornehmlich um die Hausmüllabfuhr und Fäkalienentsorgung in Kiel, Rendsburg und Plön und erwirtschaftete damit einen Umsatz von umgerechnet knapp 14 Millionen. Mit dem wachsenden Umweltbewusstsein und neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen kamen im Laufe der Jahre immer mehr Aufgaben hinzu. Aus der klassischen Abfall- und Fäkalienentsorgung entwickelte sich so in weniger als einem Jahrzehnt ein hochmoderner Betrieb für die Erfassung, Sortierung und Aufbereitung von Abfällen zur Rückführung von Sekundärrohstoffen in den Wirtschaftskreislauf. Energieerzeugung, wasserwirtschaftliche Aufgaben und die Entsorgung von Reststoffen runden das Portfolio ab. Mit der Übernahme der RWE Umwelt durch REMONDIS im Jahr 2004 wurde aus der Melsdorfer Niederlassung endgültig die REMONDIS GmbH & Co. KG, Region Nord. Heute erwirtschaftet die flächenmäßig größte REMONDIS-Region mit insgesamt 2.500 Mitarbeitern in ganz Norddeutschland einen Umsatz von rund 450 Millionen.

Wolfgang Steen ist in seinem Element. Der passionierte Jazzfan und Rennradfahrer ist seit 1993 dabei. Wenn er von der Entwicklung „seiner Niederlassung“ erzählt, ist ihm die Begeisterung für seinen Job anzusehen. „Wir sind hier oben fest verwurzelt und genießen ein hohes Ansehen als Unternehmen, denn wir sorgen in Sachen Recycling und Umweltschutz dafür, dass im Norden alles klar Schiff ist.“ Steen arbeitete als Diplom-Betriebswirt vorher für das Hamburger Kaffee- und Einzelhandelsunternehmen Tchibo und fand vor 16 Jahren in der Kreislaufwirtschaft eine neue Herausforderung, wo er im Norden den Bereich Vertrieb verantwortet. Er teilt sich die Geschäftsführung der Region Nord mit seinen Kollegen Thomas Templin und Erwin Braatz. Thomas Templin – ein REMONDIS-Urgestein und seit 30 Jahren dabei – kümmert sich vornehmlich um die gesamte Logistik und Verwaltung sowie die Bundesländer Niedersachsen und Bremen. Er kam im Zuge der Übernahme der ehemaligen RWE Umwelt nach Melsdorf und hatte die Aufgabe, aus zwei Unternehmen mit unterschiedlichen Kulturen eine Einheit zu formen. „Wir haben das Beste aus beiden Unternehmen übernommen und sind eine Einheit geworden“, sagt Erwin Braatz, verantwortlich für den Kommunalvertrieb und die Region Mecklenburg-Vorpommern. Braatz kennt den Norden auch aus ungewöhnlicher Perspektive. Der ehemalige Oberstleutnant und Kampfflieger der Luftwaffe flog mit einer Phantom 20 Jahre über die norddeutsche Tiefebene. Heute bleibt er lieber „mit beiden Beinen auf dem Boden der Tatsachen“, wie er selbst mit typisch norddeutschem Understatement sagt.

Die drei sind zu Recht stolz auf das bisher Geleistete. In Schleswig-Holstein rangiert REMONDIS als Arbeitgeber unter den ersten 36 Unternehmen des Landes. Dort, wo REMONDIS sich um die Hausmüllabfuhr kümmert, sind die Gebühren günstig und stabil. Beispiel Bremerhaven: Die dortige Public Private Partnership steht an Platz 9 der günstigsten Gebühren bei der 60-Liter-Tonne, Schwerin – ebenfalls eine PPP mit REMONDIS – sogar auf Platz 6 bei der 120-Liter-Tonne. Im Vergleich dazu sind viele rein kommunal entsorgte Städte wie z. B. Hamburg (Platz 58) oder Bremen (Platz 87) weit abgeschlagen. Überhaupt sehen die drei in Public Private Partnerships ein Modell für eine erfolgreiche Zukunft. „Unsere vielen Beispiele für erfolgreiche PPPs hier im Norden zeigen, dass eine gute Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Privatwirtschaft immer von großem Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger ist. Eine gut funktionierende Public Private Partnership steht für Effizienz und Gebührenstabilität.“

Doch auch in anderen Bereichen schreitet die Region Nord voran. Erst kürzlich gelang es, in einer europaweiten Ausschreibung der Abfallwirtschaft Schleswig-Flensburg über den Transport von Umschlagcontainern mit Restabfall und Sperrmüll von Umschlaganlagen in Schleswig, Kappeln und Flensburg zur Müllverbrennung Kiel und zur MBA Neumünster den Zuschlag zu bekommen. Der Auftrag läuft ab 1.Januar 2010 für vier Jahre mit einer Option für weitere zwei Vertragsjahre und ergänzt damit die bereits gewonnene Ausschreibung des Einsammelns von Restabfall, Sperrmüll und Bioabfall im Landkreis Schleswig-Flensburg. „Die jahrzehntelange gute Qualität unserer Dienstleistung, verbunden mit der personellen Kontinuität, ist Garant für den kommunalen Erfolg”, führt Erwin Braatz aus.

Aktuelles Lieblingskind von Wolfgang Steen ist die Innotec abfallmanagement GmbH, der neueste Zuwachs in der REMONDIS-Familie. Bereits seit 1996 bietet das Kieler Unternehmen der deutschen Wohnungswirtschaft eine umfassende Abfallmanagement-Dienstleistung rund um die Immobilie. Bis heute haben sich bereits über 230 Wohnungsunternehmen in über 100 Städten für eine Zusammenarbeit entschieden. Von der Reduktion der Nebenkosten im Bereich Abfall und der erheblichen Verbesserung der Wohnumfeldqualität profitieren mittlerweile 600.000 Haushalte. Von 13 Niederlassungen aus betreut Innotec alle Bundesländer. Wolfgang Steen sieht hier noch enormes Wachstumspotenzial. „Das Thema haushaltsnahe Dienstleistungen wird in Zukunft immer wichtiger. Die verursachergerechte Erfassung und Abrechnung der Müllkosten bietet den Haushalten einen großen monetären Anreiz. Und das ist nur der Anfang. REMONDIS hat da einmal mehr die Nase vorn.“

Die Nase vorn hatten auch die Gäste auf dem historischen Dampfer „Stadt Kiel“, den REMONDIS am 24. Juni für einen Ausflug zu den Regatten der Kieler Woche gechartert hatte. Mit dem Bug an der Wendetonne konnten die Segelfans das spannende Regattageschehen hautnah erleben und einen Tag bei strahlendem Sonnenschein auf der Kieler Förde genießen, während dank REMONDIS an Land alles sauber blieb. In diesem Sinne: immer eine Handbreit Wasser unter dem REMONDIS-Kiel.

 

 

 

REMONDIS Region Nord

Bundesländer: Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Bremen
Hauptniederlassung: Melsdorf bei Kiel
Mitarbeiter: 2.500 (inkl. Beteiligungsgesellschaften)
Geschäftsführer: Wolfgang Steen, Thomas Templin, Erwin Braatz
PPP u. a. mit Kiel, Neumünster, Pinneberg, Bremer-haven, Schwerin, Kompostwerk Lübeck

 

 

„Wir sind hier im Norden fest verwurzelt und genießen ein hohes Ansehen als Unternehmen.“

Wolfgang Steen, Geschäftsführer REMONDIS Region Nord




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