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Kreislaufwirtschaft

Gips für Europa

Gips ist der Grundstoff für eine Vielzahl von Produkten, von der Wandverkleidung und Bodenestrichen bis hin zu Dentalgipsen.

 

Die Südharzer Gipswerke gehören jetzt zur REMONDIS-Gruppe

REMONDIS hat Anfang des Jahres 2009 sämtliche Anteile an der Südharzer Gipswerk GmbH übernommen. Damit werden vier Produktionsanlagen in Mittel- und Süddeutschland sowie sechs Steinbrüche des Unternehmens mit Hauptsitz in Ellrich, Nord-Thüringen, Teil der REMONDIS-Gruppe. Die Übernahme beinhaltet außerdem Anteile an der Bahnbetriebsgesellschaft Stadtoldendorf.

 

Gips ist ein vielseitiger Rohstoff. Sein Anwendungsspektrum reicht von Grundstoffen für die Bauindustrie, Additiven und Bindemitteln bis hin zur Verwendung im Bereich der Orthopädie und sogar der Dentalmedizin. REMONDIS vermarktet unter dem Produktnamen RADDIBIN jährlich ca. 350.000 Tonnen Bindemittel und Additive auf Gipsbasis. Das Material hierfür stammt vorwiegend aus den Rauchgasreinigungsanlagen von Kohlekraftwerken. Um den Zugang zu wichtigen Rohstoffreserven auch für die nächsten Jahrzehnte zu sichern und die regionale und

Das SHG-Werk in Neckarzimmern

überregionale Marktpräsenz bei der Aufbereitung und Bereitstellung von Gipsen und Gipsprodukten zu verbessern, bot die Übernahme der Südharzer Gipswerke (SHG) mit ihrem eigenen Abbau von natürlichem Rohgips eine einmalige Chance.


Gips ist Calciumsulfat, das in verschiedenen Hydratstufen in Bindung mit oder auch ohne Kristallwasser vorliegen kann. Das in der Natur vorkommende Gipsgestein ist Calciumsulfat-Dihydrat (CaSO4 x 2 H2O); die in der Natur anstehende kristallwasserfreie Form des Calciumsulfats wird als Anhydrit (CaSO4) bezeichnet. Beide Minerale haben sich im Laufe geologischer Vorgänge weiträumig und in großer Menge gebildet; sie werden weltweit abgebaut und technisch genutzt. Außerdem fällt Gips oder Anhydrit in großen Mengen als industrielles Nebenprodukt an.

Mit „Gips“ werden im deutschen Sprachgebrauch sowohl das in der Natur vorkommende Gipsgestein und das diesem entsprechende Nebenprodukt aus industriellen Prozessen wie der Rauchgasreinigung als auch die beim Brennen dieser Ausgangsstoffe entstehenden Erzeugnisse bezeichnet. Gips wurde bereits im Altertum als Bau- und Werkstoff verwendet und erfreut sich auch heute noch nicht zuletzt dank seiner völligen Ungiftigkeit größter Beliebtheit. Die Verarbeitung ist durch die leichte Entwässerbarkeit des Gipsgesteins unproblematisch. Dabei wird das an das CaSO4 gebundene Wasser teilweise oder vollständig ausgetrieben.

Die Südharzer Gipswerk GmbH mit den vier Standorten Dorste, Ellrich, Neckarzimmern und Sulzheim besteht in dieser Struktur seit 2004. Der Standort Ellrich blickt jedoch bereits auf eine 140-jährige Firmengeschichte zurück. Die traditionsreichen Standorte aus den Unternehmen der maxit Deutschland GmbH und HeidelbergCement AG wurden auf der Basis von unterschiedlichsten Kernkompetenzen und Schwerpunkten in einer gemeinsamen „Gips-Gesellschaft“ gebündelt und bieten vielfältige und kundenorientierte Systemlösungen im Bereich Gips und Anhydrit. Jede der vier Anlagen verfügt mit ihren Öfen, Spezialmischern und Mahl-Kalzinieranlagen über Möglichkeiten zur Produktion und Weiterverarbeitung von maßgeschneiderten Kalziumsulfat-basierten Produkten für die Bauindustrie und andere industrielle Abnehmer in ganz Europa. In den zur Gesellschaft gehörenden Steinbrüchen wird Rohgips und Naturanhydrit als Rohstoff für die eigene Produktion sowie zur Weitervermarktung abgebaut.

Kai Orschel, verantwortlicher Geschäftsführer bei REMONDIS Production, betont die beiderseitigen Vorteile der Übernahme: „Die SHG ist die optimale Ergänzung für unsere Aktivitäten im Bereich der Gips-basierten Produkte, mit der wir unsere Kundennähe und Marktpräsenz weiter ausbauen können. Gleichzeitig profitieren Mitarbeiter und Kunden der SHG von der Eingliederung in ein starkes und traditionsreiches Familienunternehmen wie REMONDIS.“ 150 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2007 einen Umsatz von rund 30 Millionen Euro. Die Südharzer Gipswerke beliefern Kunden in Deutschland, Polen, Ungarn, den Niederlanden, Dänemark, Portugal und vielen anderen europäischen Ländern.

 

 

 

Südharzer Gipswerk GmbH

Standorte:
Dorste, Sachsen-Anhalt, Ellrich, Thüringen, Sulzheim, Rheinland-Pfalz, Neckarzimmern, Baden-Württemberg

Produkte:

  • Rohprodukte Gips und Anhydrit
  • Gipsgebundene Fertigprodukte
  • Bodenprodukte (Fließestriche etc.)
  • Spezialgipse (Dental, Keramik)
  • Sonderprodukte (Trockenmörtel, Perlit)  


Kapazität: ca. 500.000 Tonnen
Mitarbeiter: ca. 150
Umsatz (2007): 30 Millionen Euro

 

 

Das Naturprodukt Gips ist sowohl vor als auch nach dem Brennprozess vollkommen ungiftig.

 

 

 

„Mitarbeiter und Kunden der Südharzer Gipswerk GmbH profitieren von der Eingliederung in ein starkes Familienunternehmen wie REMONDIS.“

Kai Orschel, Geschäftsführer REMONDIS Production




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