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Kreislaufwirtschaft international

REMONDIS wächst in Osteuropa gegen den Trend

Bislang werden in Osteuropa nur 2 Prozent aller Abfälle recycelt. Mit der Einführung der getrennten Abfallsammlung wird sich das ändern.

REMONDIS wächst in Osteuropa trotz aktuell schwieriger Marktlage gegen den Trend und arbeitet konsequent an der Einführung der getrennten Abfallsammlung. Die Marktpräsenz in Russland und der Ukraine wird weiter ausgebaut. REMONDIS aktuell sprach über die Expansionsstrategie in Osteuropa mit Hendrik Vonnegut, Mitglieder der Geschäftsleitung der REMONDIS International GmbH, und Ansgar Frieling, Generaldirektor REMONDIS Ukraine, die für die Aktivitäten in Russland und der Ukraine verantwortlich zeichnen.

 

REMONDIS aktuell: Herr Vonnegut, die Aktivitäten von REMONDIS im osteuropäischen Raum wachsen stetig, welche Unterschiede sehen Sie zwischen dem osteuropäischen und dem deutschen Markt?

Hendrik Vonnegut: In Osteuropa existiert noch keine getrennte Abfallerfassung. Die Abfälle werden zu 95 Prozent auf Deponien entsorgt, Wertstoffe bleiben ungenutzt. Nur etwa 2 Prozent der Abfälle werden recycelt. Das soll sich mit Einführung der getrennten Abfallsammlung ändern.


REMONDIS aktuell:
Wie schätzen Sie die Perspektiven für REMONDIS auf dem osteuropäischen Markt ein?

Hendrik Vonnegut: Unser Ziel ist eindeutig die Reformierung der Wasser- und Kreislaufwirtschaft auf dem osteuropäischen Markt. Wir sind bestrebt, Osteuropa an den europäischen Standard heranzuführen. Weitere PPP-Projekte werden bereits angestrebt.

 

REMONDIS aktuell: Welchen Stellenwert haben die Aktivitäten in Russland und der Ukraine für die Gesamtstrategie von REMONDIS?

 

Hendrik Vonnegut, Mitglied
der Geschäftsführung
REMONDIS International

 

Ansgar Frieling, Generaldirektor REMONDIS Ukraine 

Hendrik Vonnegut: Die Ausdehnung unserer Geschäftsaktivitäten in Russland ist ein wesentlicher Teil unserer Osteuropa-Strategie. Unser Engagement ist langfristig angelegt.


REMONDIS aktuell:
Herr Frieling, welche Probleme ergeben sich bei der Einführung kreislaufwirtschaftlicher Strukturen in der Ukraine?

Ansgar Frieling: Eine große Herausforderung für uns stellt die fehlende Sensibilität für die umweltgerechte Abfallentsorgung dar. Unser Bestreben ist es daher, die Bevölkerung auf die enorme ökologische Relevanz dieser Thematik aufmerksam zu machen und ihr Vertrauen in unsere Leistungen zu gewinnen.

REMONDIS aktuell:
Inwiefern spürt man die Wirtschaftskrise auf den jeweiligen Märkten?

Ansgar Frieling: Die globale Wirtschaftskrise wirkt sich in den Ländern Osteuropas besonders stark aus, in denen die Infrastruktur noch nicht auf westeuropäischem Standard ist. Hinzu kommt, dass es aktuell schwierig ist, die gewonnenen Wertstoffe auf dem Weltmarkt abzusetzen.


REMONDIS aktuell:
Wie schätzen Sie beide die mittelfristige Entwicklung des russischen und des ukrainischen Marktes ein?

Hendrik Vonnegut: Beide Länder öffnen sich zunehmend den westlichen Standards. Daher sind wir sehr optimistisch, dass wir die weitere Umsetzung unserer Osteuropa-Strategie erfolgreich verfolgen können.

Ansgar Frieling: Insbesondere die Ukraine wird sich in naher Zukunft den europäischen Umweltvorschriften annähern müssen, um geeignete Bedingungen für einen EU-Beitritt zu schaffen.

„Wir wollen das Bewusstsein für moderne Wasser- und Kreislaufwirtschaft in Osteuropa stärken, um eine Refor­mierung in der Abfall- und Abwasserentsorgung herbeizuführen.“

Hendrik Vonnegut, Mitglied der Geschäftsleitung der REMONDIS International GmbH




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