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Sekundärrohstoffe
Recycling bleibt oberste Priorität
Sekundärrohstoffe wie Altpapier unterliegen den gleichen Preisschwankungen wie andere Produkte auch. Das Prinzip der Kreislaufwirtschaft darf deshalb nicht in Frage gestellt werden.
Wirtschaftsflaute kann Kreislaufwirtschaft nicht ausbremsen
Rund um den Globus sind die Märkte auf Talfahrt. Mit dem Konjunkturabschwung knickt auch der Bedarf an Sekundärrohstoffen ein. In allen Teilen der Welt werden weniger Wertstoffe abgenommen und fest georderte Chargen manchmal sogar zurückgeschickt. Die sinkende Nachfrage treibt den Preis – diesmal nach unten. Kreislaufwirtschaft, so scheint es, lohnt nicht mehr. Erwächst aus der Finanzkrise nun auch eine Recyclingkrise?
Der Blick auf die internationale Wirtschaftslage ist ernüchternd. Produktionsrückgänge und Umsatzeinbrüche bestimmen das Bild. Vom negativen Umfeld wird auch die Recyclingbranche beeinflusst: In der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres ging die Nachfrage nach Sekundärrohstoffen stark zurück. Die Preise folgten. Im November wurden für eine Tonne gemischtes Altpapier der Sorte 1.02 knapp 5 Euro gezahlt – unter günstigen Voraussetzungen. Wenige Monate zuvor war dieses Papier noch rund 100 Euro wert. |
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allen Umständen weiter vorangebracht werden muss – unabhängig vom konjunkturellen Auf und Ab. Schließlich ist Recycling keine Tagesaufgabe, sondern eine langfristige Mission. Und was zählt, sind nicht allein wirtschaftliche Überlegungen, sondern vor allem übergeordnete Aspekte der Nachhaltigkeit und der Verantwortung für die Zukunft.
Versorgungssicherheit und Klimaschutz als wesentliche Aufgaben
Fakt ist: Die Reserven an primären Rohstoffen sind endlich und immer mehr Nationen greifen auf diese Vorkommen zu. Fährt die Produktion der Weltwirtschaft auf Sparflamme, wird die Reichweite der natürlichen Ressourcen nur wenig gestreckt. Alternativen sind nach wie vor unerlässlich. Als Ersatzprodukt für Bodenschätze müssen Recyclingmaterialien somit weiterhin zur Verfügung stehen.
Auch die drängende CO2-Problematik wird sich dauerhaft nur mit Unterstützung des Recyclings lösen lassen. Schließlich reduziert die energetische oder stoffliche Nutzung den Verbrauch an fossilen Energieträgern und damit auch den Ausstoß an Treibgasen. Allein in der Papierindustrie kann der Energiebedarf durch den Einsatz von Sekundärmaterial um rund 50 Prozent verringert werden.
Ökonomische Rahmenbedingungen verbessern
Nicht zuletzt erfordern auch wirtschaftliche Aspekte den Ausbau des Recyclings. Für Unternehmen kommt es in diesen Zeiten mehr denn je darauf an, Sparpotenziale zu erschließen. Die Energiekosten bilden in diesem Zusammenhang einen bedeutenden Faktor. So wirkt es sich zwar positiv aus, wenn die Primärenergieträger zwischenzeitlich billiger zu haben sind, doch der günstigere Einkauf muss nicht von Dauer sein. Besser ist es, die Abhängigkeit von Öl- oder Gasimporten dauerhaft zu mindern – ein Ziel, das sich über die Nutzung von Sekundärrohstoffen zuverlässig erreichen lässt.
Langfristige Perspektiven unverändert
Wann der Markt für Wertstoffe wieder Fahrt aufnimmt, ist noch ungewiss. Doch zwischen abwärts und aufwärts liegt oftmals nur ein kleiner Schritt. Der Branchendienst EUWID meldet, dass die Preise für PE-Folienabfall zu Jahresbeginn zulegten, was vorrangig auf die gestiegene Nachfrage aus China zurückgeführt wird. Auch beim Altpapier nimmt das Schwellenland wieder größere Mengen ab. Ob der schwache Aufwärtstrend schon jetzt an Kraft gewinnt, muss sich zeigen. Doch so viel ist sicher: Nach dem Aufschwung ist vor dem Aufschwung. Der durch die Wirtschaftsflaute bedingte Rückgang wird nicht von Dauer sein.
Schwankungen keine Besonderheit |
Markante Marktveränderungen sind im Recycling nicht ungewöhnlich, denn die Branche ist abhängig von vielerlei Einflussfaktoren. Neben gesetzlichen Vorgaben wirken sich vor allem Einzelkonjunkturen der Abnehmerzweige aus. Auch die Preisentwicklung der Primärrohstoffe ist von Bedeutung – besonders bei Kunststoffen, deren Erlöse in hohem Maße an die Rohölpreise gekoppelt sind. |
Elementare Herausforderungen unserer Zeit lassen sich nur lösen, wenn es gelingt, Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft über Recycling weiter voranzubringen.
Recycling ist eine dauerhafte Aufgabe. Wer wie REMONDIS über ein solides Fundament verfügt, kann die Marktschwäche für Wachstum nutzen.


In der Produktion sind Sekundärrohstoffe unverzichtbar. Langfristig wird der Bedarf weiter steigen.