
Ausdruck der Seite: REMONDIS > Aktuell > REMONDIS aktuell Archiv > 2009 > REMONDIS aktuell (01/2009) > Aktuelles > Klimaschonendes Abfallmanagement
Umwelt- und Klimaschutz
Klimaschonendes Abfallmanagement
2002 bis 2007 sparte REMONDIS in Polen allein mit Verpackungen mehr als 100.000 Tonnen CO2-Äquivalente ein.
Polen kann bei CO2-Reduzierung Zeichen setzen
Mit Blick auf den Klimaschutz will die Europäische Union den Ausstoß an Treibgasen drastisch reduzieren. Ihre ehrgeizigen Ziele lassen sich jedoch nur erreichen, wenn alle Länder der Gemeinschaft mitziehen. Ein wesentlicher Stellhebel ist dabei die Entsorgung, denn Erfahrungen in alten EU-Staaten zeigen, dass verantwortungsvolle Abfallwirtschaft Klimabelastungen nachhaltig drosselt.
Besonders große Potenziale für das Eindämmen von CO2-Emissionen gibt es in den neuen östlichen Mitgliedsländern. Sie zählen noch zu den „Landfilling“-Staaten, in denen der überwiegende Teil des Abfalls ungeordnet auf Deponien landet. Dass hier vieles möglich ist, zeigt das Beispiel Polen. Eine aktuelle Studie der Prognos AG hat untersucht, welchen Beitrag die Abfallwirtschaft der neu hinzugekommenen osteuropäischen EU-Staaten zur CO2-Verringerung leisten kann. Sie nimmt den Status von 2004 als Basis und blickt voraus bis 2020. Für Polen besteht demnach in diesem Zeitraum ein zusätzliches CO2-Einsparungspotenzial von bis zu 18 Megatonnen. Allein durch stoffliche und energetische Verwertung lassen sich CO2-Äquivalente in der Größenordnung von bis zu sieben Megatonnen vermeiden. |
|
Einsparungen im dualen System
REMONDIS leistet in Polen seit Anfang der 1990er Jahre einen erheblichen Beitrag zur Schonung natürlicher Ressourcen sowie für den Klimaschutz. Ein wesentlicher Pfeiler ist EKO-PUNKT, das auf Sammlung und Sortierung von Verkaufsverpackungen spezialisierte duale System von REMONDIS. Die 2001 gegründete Gesellschaft bewegt im neuen Mitgliedsland inzwischen eine Jahresmenge von rund 120.000 Tonnen.
Zusammengenommen führte EKO-PUNKT in den vergangenen Jahren bereits immense Mengen an Wertstoffen in den polnischen Wirtschaftskreislauf zurück. Dies leistete nicht nur einen erheblichen Beitrag zur Ressourcenschonung, sondern trug auch wesentlich zum Klimaschutz bei: Für die aus dem dualen System stammenden Stoffströme der EU-15-Länder wurden 2005 vom deutschen Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit CO2-Äquivalente berechnet. Legt man diese Werte zugrunde, so sparte REMONDIS von 2002 bis 2007 in Polen allein mit Verpackungen mehr als 100.000 Tonnen CO2-Äquivalente ein.
Klimaschonendes Recycling von Elektrogeräten
Über den Verpackungsbereich hinaus ist REMONDIS in Polen auf vielen anderen Feldern engagiert. Beispielsweise zählt das Elektroaltgeräte-Rückbauzentrum in Lódz zu den modernsten Anlagen dieser Art in Europa. Pro Jahr werden hier rund 100.000 Tonnen Altgeräte recycelt. Dabei geht es nicht nur um Rückgewinnung, sondern ebenso um das Entfrachten von Schadstoffen. Mit an erster Stelle steht hier das auch heute noch in Kältemitteln von Kühlgeräten enthaltene FCKW. Als eines der schlimmsten Treibhausgase überhaupt schädigt es die Ozonschicht zehntausendmal stärker als Kohlendioxid.
Abkehr von der Deponie
Kein Zweifel: In Bezug auf die Kreislaufwirtschaft ist Polen gut vorangekommen. Es bleibt aber noch viel zu tun. Dies gilt vor allem für die Deponierung. Derzeit landet in Polen der Großteil der Abfälle nach wie vor auf Deponien – vielfach ungeordnet. Die unprofessionelle Ablagerung ist in hohem Maße klimaschädigend, denn das entstehende Methangas verstärkt den Treibhauseffekt 21-mal mehr als dieselbe Menge CO2. Durch Behandlung und geordnete Ablagerung von Siedlungsabfällen lassen sich laut Prognos-Studie in Polen zusätzliche 7,5 bis 10,8 Megatonnen CO2-Äquivalente einsparen.
Neue Wege im Energiemix
Ein weiterer wichtiger Schritt ist die energetische Nutzung von Abfällen. Bislang gewinnt Polen 95 Prozent seiner Energie aus Kohle, einem Primärenergieträger, der mit hohen CO2-Emissionen verknüpft ist. Als entlastende Alternative bieten sich Biomasse- und Müllheizkraftwerke anstelle der Deponierung an, die ihren positiven Beitrag zum Klimaschutz leisten. Auch auf diesem Gebiet steht REMONDIS mit Erfahrung, Know-how und finanziellen Mitteln bereit, um die polnischen Partner beim Aufbau entsprechender Infrastrukturen zu unterstützen.
REMONDIS leistet in Polen seit Anfang der 1990er Jahre einen erheblichen Beitrag zur Schonung natürlicher Ressourcen sowie für den Klimaschutz.


Schon 1992 wurde das erste polnische Public-Private-Partnership (PPP)-Projekt in der Stadt Poznan realisiert.