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Osteuropa

Aufbruch in eine neue Zeit

Mit der Public Private Partnership REMONDIS Dzershinsk schafft die Stadt neue Infrastrukturen, um die hohe Umweltbelastung nachhaltig zu verbessern.

REMONDIS forciert den Aufbau der Kreislaufwirtschaft in Osteuropa

In den östlichen Ländern Europas hat sich in den letzten Jahren einiges getan – auch in der Entsorgung. Das Thema Umweltschutz nimmt sowohl in der Politik als auch bei den Bürgern einen immer höheren Stellenwert ein. Ziel ist, den westlichen Standards näher zu kommen. REMONDIS spielt dabei oftmals eine entscheidende Rolle.

 

Zunehmender Wohlstand, wachsender Konsum, höhere Produktion – im Osten geht es bergauf. Aus ökonomischer Sicht ist die Entwicklung ein Fortschritt. Doch es gibt auch eine Kehrseite: Der wirtschaftliche Aufschwung bringt größere und anders zusammengesetzte Abfallmengen mit sich. Gleichzeitig wächst der Bedarf an Rohstoffen. Das sorgt für neue Sichtweisen. Bisher waren Klima- und Ressourcenschutz von untergeordneter Bedeutung. Mittlerweile jedoch rücken sie immer stärker in den Fokus. Beispiel Russland: Umfragen zufolge gehört die Umweltverschmutzung hier für die Bürger zu den drei wichtigsten Themen. Man ist sich einig – es besteht Handlungsbedarf. Charakteristisch ist Dzershinsk. In Zeiten der Sowjetunion entwickelte

Die neue Fahrzeugflotte von REMONDIS in Dzershinsk ist einsatzbereit.

sich die Stadt zu einem der größten Chemieindustrie-Standorte des Landes. Gravierende ökologische Probleme waren die Folge. Noch 2007 zählte Dzershinsk zu den Orten mit der größten Umweltbelastung weltweit. Inzwischen macht sich die Stadt auf, ihre Situation nachhaltig zu verbessern.

 

 


Mit großen Schritten in die Zukunft
Um rasche Erfolge zu erzielen, wurde ein Public Private Partnership initiiert, die REMONDIS Dzershinsk. Damit kann die Schaffung neuer Infrastrukturen beginnen. Im Mittelpunkt steht zunächst der Siedlungsabfall. So investierte das Unternehmen umgehend in zeitgemäße Sammelfahrzeuge und Behälter. Um Stoffkreisläufe schließen zu können, wurde die getrennte Erfassung von Glas, Altpapier und Kunststoff eingeführt. Dafür platzierte REMONDIS Dzershinsk im Stadtgebiet über 500 Sammelcontainer.

Schon im kommenden Sommer läuft die Abholung von Sperrmüll an. Darüber hinaus werden eine Umschlagstation sowie eine Sortieranlage eingerichtet. Geplant ist, die Aktivitäten auf angrenzende Städte und Gemeinden auszuweiten. Zudem soll der Service für Gewerbe- und Industriekunden verbessert werden. So können die Abfälle in Dzershinsk neue Wege gehen. Wege, die der modernen Kreislaufwirtschaft entsprechen.

 

 

 

Dzershinsk schafft Einstieg in die Kreislaufwirtschaft

 

REMONDIS aktuell sprach mit Alexander Krjuchkov, Vizegouverneur der Region Nischnij Nowgorod über die neue Zusammenarbeit mit REMONDIS in Dzershinsk.

 

REMONDIS aktuell: Herr Krjuchkov, wie bewerten Sie die neue Partnerschaft mit REMONDIS in Dzershinsk?

Alexander Krjuchkov: Im Bereich der Kreislaufwirtschaft hält REMONDIS die führende Position in Deutschland. Das Unternehmen ist der größte private Dienstleister für alle Fragen der Wasserwirtschaft und der Abfallverwertung. REMONDIS verfügt über hochspezialisiertes Wissen über den Aufbau einer komplexen Systemlogistik, innovativer Verwertungstechnologien und im Bereich der effizienten Vermarktung von Sekundärrohstoffen. Dabei ist es für uns ganz wesentlich, dass eines der Hauptziele von REMONDIS die optimale Schließung von Stoffkreisläufen einschließlich der Wasserwirtschaft ist, um eine

Alexander Krjuchkov, Vizegouver­neur der Region Nischnij Nowgorod setzt auf den Einstieg in die Kreislaufwirtschaft.

langfristig rentable und schonende Nutzung der natürlichen Ressourcen zu gewährleisten.

REMONDIS aktuell: Gab es Bedenken in Bezug auf die Partnerschaft mit einem deutschen Unternehmen?

Alexander Krjuchkov: Im Gegenteil, die Zusammenarbeit mit einem der weltweit größten Unternehmen der Kreislaufwirtschaft ist über jeden Zweifel erhaben. Wir sind überzeugt, dass die Aktivitäten von REMONDIS in Dzershinsk erheblich zur Verbesserung der Umweltqualität in der Stadt beitragen werden und sich in Zukunft auch auf weitere Gebiete der Region Nischnij Nowgorod ausdehnen lassen. Wir betrachten heute die Zusammenarbeit als wichtig, weil wir von der Professionalität und Erfahrung im Bereich der Abfallwirtschaft profitieren können. Sie ermöglicht uns überhaupt erst, eine leistungsfähige Infrastruktur für die Abfallerfassung und das Recycling zu erschaffen. Es gibt aber noch einen weiteren Aspekt. Die Zusammenarbeit mit REMONDIS bringt eine große Signalwirkung für die Region Nischnij Nowgorod als attraktiven Investitionsstandort.


REMONDIS aktuell: Welche Vorteile erwarten Sie von der getrennten Abfallsammlung?

Alexander Krjuchkov: Wir fangen mit der haushaltsnahen Erfassung von Abfällen in Dzershinsk an. Ziel ist es, die Sekundärrohstoffe aus dem getrennt sortierten Abfall zu gewinnen und wieder in den Produktionskreislauf zurückzuführen. Auf diesem Weg können wir die verbleibende Abfallmenge reduzieren, indem wir den Abfall als Sekundärrohstoffquelle nutzen und gleichzeitig unsere Deponien entlasten.

REMONDIS aktuell: Wie sieht die weitere Zusammenarbeit mit REMONDIS aus?

Alexander Krjuchkov: Der nächste Schritt, den wir mit REMONDIS Dzershinsk planen, ist die Errichtung von Sortieranlagen für Haushaltsabfälle.

REMONDIS aktuell: Herr Krjuchkov, wir danken Ihnen für das Gespräch.

 

 

In Dzershinsk fallen pro Jahr etwa 100.000 Tonnen Siedlungsabfall an. Die Quote für stoffliche oder thermische Verwertung liegt in Russland bei 3 bis 4 Prozent.




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